Alltag und Achtsamkeit

Kleine Pausen im Alltag - jeder braucht etwas anderes

Es gibt viele gute und richtige Ratschläge, wie man ein achtsames und zufriedenes Leben führen kann. Das Problem dabei: Keiner der Autoren kennt Sie, und vieles ist einem selbst auch nicht bewusst. Ehe man den richtigen Weg für sich finden kann, der auch auf längere Sicht im hektischen Alltag mit allen möglichen Verpflichtungen wirklich funktionieren kann, sollte ein offener Blick auf die eigene Person, die Möglichkeiten, Stärken, aber auch Hindernisse und Begrenzungen -von außen wie von innen- geworfen werden. Wie oft nehmen wir uns vergeblich und immer wieder etwas vor, und wissen gar nicht so recht, warum es nicht klappt. Hier bekommen Sie den Raum und die Zeit, achtsam, das heißt aufmerksam im Augenblick ohne Bewertung, zu erkunden, was Ihnen im Weg steht und ob es überhaupt für Sie persönlich der richtige Weg ist. Neben Meditation und Yoga gibt es noch unendlich viele Möglichkeiten, achtsam im Alltag zu sein und zu sich zu finden. Keiner schreibt vor, was man dafür tun muss.

Ich möchte Sie dazu ermutigen, Ihre eigene Version von Achtsameit zu finden, passend zu Ihrem Leben, Ihrer Person und Ihrem Alltag.

Achtsamer Umgang mit sich selbst: Selbstfürsorge und Selbstliebe

Das viel kritisierte Konzept der "Selbstoptimierung" ist an sich nicht verkehrt - solange es wirklich um uns selbst geht. Problematisch wird es, wenn wir unsere eigenen Grenzen nicht achten, weil wir Konzepte, Erwartungen oder Empfehlungen mit den besten Absichten, aber ohne ausreichend genaue Betrachtung übernehmen. Dann gehen wir zu oft über unsere Möglichkeiten hinaus, das kostet Kraft und macht unzufrieden, weil wir das Ziel nicht erreichen. Das lasten wir uns selbst an, weil wir denken, nicht gut genug zu sein. Diese Frustartion erzeugt ebenso Stress wie der hohe Energieaufwand, den wir betreiben müssen, und der Wettbewerb, in den wir uns automatisch begeben. In dem Bemühen, es wie andere auch zu schaffen, verlieren wir immer mehr den Blick auf und das Gefühl für uns und berauben uns selbst der Kraft, die wir an anderer Stelle vielleicht im Alltag oder Beruf bräuchten.

Es ist mir ein Anliegen, andere Menschen dabei zu unterstützen, den Mut zu entwickeln, sich von den Erwartungen anderer, von Trends und gesellschaftlichen Mainstreams zu lösen und durch die achtsame und wertfreie Betrachtung der eigenen Person ein persönlich optimales Ziel zu entwickeln - eines, das man erreichen kann und das wirklich zufrieden stellt. Dabei entdecken Sie, wie Sie sich selbst annehmen und respektieren können, wie sie sich selbst der beste Freund, aber auch ein gesunder Kritiker sein können. Daraus ergibt sich ganz natürlich, wie Sie am besten für sich sorgen können.

 

Achtsamkeit im Alltag mit Kindern

Kinder sind das Schönste, aber auch das Anstrengendste, das das Leben nach meiner persönlichen Erfahrung zu bieten hat. Und das schließt sich für mich auch nicht aus, da ich durch die Liebe zu meinen Kindern tief mit ihnen verbunden und für sie verantwortlich bin. In dieser sich schnell wandelnden Zeit gibt es kaum Vorbilder, die man erleben kann, aber wieder sehr viele Ratschläge, Trends und Konzepte, was das Beste ist. In der Sorge um das Wohlergehen und die Zukunft der Kinder hätte man gerne einen Leitfaden, eine Richtschnur, die einem zeigt, ob das gerade in Ordnung ist. Wende ich mich aber nach außen, um den Ratschlägen von Autoren, Müttern oder völlig Fremden zu folgen, kappe ich die Verbindung zu mir selbst und meiner Intuition. 

Achtsamkeit mit Kindern heißt, zu beobachten, wie es den Kindern, mir, der Familie geht, welche Wege es gibt und die Entscheidung selbst zu treffen, wo man entlang geht. Achtsamkeit heißt auch, sich nicht von Erwartungen oder Kritik von diesem Weg abbringen zu lassen. Und es heißt, dass Eltern, Mütter und Väter, ein Recht auf ihre Gefühle haben, auf Traurigkeit und Sorge, wenn die Kinder selbständig werden, auf Wut, wenn die Kinder Grenzen austesten, auf Erschöpfung, auf Enttäuschung. 

Das Leben mit Kindern ist wundervoll, bringt Eltern aber auch an Grenzen, und die muss man nicht weglächeln, sie sind da und das ist gut so. Und Grenzen und Bedingungen sind so individuell, dass kein anderer außer uns selbst beurteilen kann, ob das der richtige Weg ist.

Das bedeutet auch, dass man Mut und Vertrauen in sich selbst aufbringen muss, um auch mal unpopuläre Entscheidungen zu treffen, weil man nicht jeden Trend mitmacht, sich bei bestimmten Aktivitäten nicht wohl fühlt oder einfach keine Event-Geburtstage machen möchte.

Ich möchte mit Ihnen Ihre Grenzen erforschen, damit Sie spüren können, wie gut und entlastend es sein kann, sich selbst zu achten und nur so weit zu gehen, wie man es selbst wirklich kann, ohne ein Stück von sich aufzugeben. So können Sie den Mut und die Motivation entwickeln, für sich und Ihre Kinder gute Entscheidungen zu treffen.

Mehrfachbelastungen als Mutter bewältigen

Unter Mehrfachbelastungen verstehe ich nicht nur die meist dabei erwähnten Bereiche Kinder/ Haushalt und Beruf. Mehrfachbelastungen können alles Mögliche sein, da die Situation, die persönlichen Voraussetzungen und Umstände sowie die Belastungsgrenze sehr individuell sind. Es gibt hochsensible Mütter, für die die Reizflut des Tages sehr kräftzwehrend ist, es gibt Kinder, die nicht schlafen oder oft krank sind, es gibt innerfamiliäre Konflikte, die Kraft kosten, zu pflegende Angehörige, Ängste, körperliche Beschwerden oder Beeinträchtigungen, alles Dinge, die den "Normalltag" einfach ein bisschen schwerer machen. Das ist das erste, was wir uns klar machen müssen: dass ich Belastung empfinden darf, auch wenn meine Nachbarin oder Kollegin das alles scheinbar mit links bewältigt - weil ich einfach so bin, wie ich bin.

Das eigentliche Problem der Mehrfachbelastung liegt in der mangelnden Anerkennung der meisten Dinge, die Mütter quasi nebenbei erledigen. Das beginnt dabei, dass die Pflege von Familienangehörigen erwartet wird, auch wenn man Beruf und Kinder hat, und geht bis dahin, dass Kinder auf wundersame Weise immer jahreszeitlich passende Kleidung in der richtigen Größe im Schrank haben. Wir Mütter sind uns selbst oft nicht darüber im Klaren, welche organisatorischen Programme ständig in unserem Hirn im Hintergrund ablaufen und für was wir zuständig oder verantwortlich sind (oder gemacht werden). Die mangelnde Wertschätzung ist die eine Sache, die andere, dass all das Zeit und Energie kostet.

Haben Sie mal eine ganz "kleinkarierte" Liste von den Dingen gemacht, die Sie so den ganzen Tag organisieren, verwalten oder durchführen, was sonst kein anderer in der Familie regelmäßig tut? Der erste Schritt, ist sich selbst klar zu machen, was wir als Mutter alles tun und können, der zweite ist, sich auch eine Wahl und Entscheidung zuzugestehen. Wenn wir als Mütter nicht dafür sorgen, dass unsere Arbeit gesehen und gewürdigt wird, wird das sonst niemand tun.

Ich ermuntere Sie, genauer hinzuschauen, was Sie alles tun und können, aber auch, ob Sie das eigentlich möchten oder es Ihnen einfach nur Kraft aussaugt. Sie dürfen und können auch hier Grenzen ziehen und für sich einstehen!

Raum für Gefühle und Bedürfnisse von Familienvätern

Über Frauen und deren Rechte und Stellung in der Gesellschaft wurde in den letzten Jahrzehnten - auch notwendigerweise - viel gesprochen. Männer und männliche Heranwachsende sind immer mal wieder im Blick, aber im Allgemeinen besteht das Männerbild doch meist noch im Familienernährer und weltgewandten, starken Beschützer, rational und weniger hysterisch als Frauen. Das formt gesellschaftliche Erwartungen an Erziehung und Verhalten von männlichen Nachkommen und deren späteres Auftreten in der Gemeinschaft, Familie und Ehe. Es prägt das Verhalten von Männern, die aber als Familienväter nun anderen Entwicklungen unterworfen sind: Betreuung und Erziehung sind nicht mehr grundlegend allein Frauensache, aber Männer haben darin kaum Vorbilder und oft sogar die Erwartungen des eigenen Vaters im Nacken. Dazu der Druck, trotzdem weiter die Familie ernähren zu können und im Beruf Leistung zu bringen. Der neue Platz der Männer ist nur vage definiert, und ihn zu finden und selbstbewusst zu leben, stößt oft auf Vorbehalte und innere Hürden. Männer sind zunehmend emotional an der Familie beteiligt, aber viele haben es nicht gelernt, diese Gefühle wahrzunehmen, einzuordnen oder auszuhalten. Wohin mit der überwältgenden Verantwortung, wenn ich das Neugeborene das erste Mal im Arm halte? Was sagt mir die Angst um das Wohlergehen - und darf ich das überhaupt empfinden? Was ist mit der Überforderung in der Erziehung, weil ich das Gefühl habe, nicht gehört oder ernst genommen zu werden? Wie schaffe ich den Wechsel zwischen Arbeits- und Familienwelt?

Auch die oftmals belächelte Midlife-Crisis der Männer ist meiner Beobachtung nach nicht selten Ausdruck einer Überforderung mit der familiären Situation, weil einfach das Handwerkzeug fehlt, damit umzugehen. Dasselbe gilt für das Isolationsgefühl, das entsteht, wenn man "nur" der finanzielle Versorger ist - mit der Folge nicht verarbeiteter Ängste und einer Art-Fluchtreflex.

Vielfach ziehen solche Unsicherheiten Strenge oder auch Agression im Umgang und der Kommunikation nach sich, die für alle Beteiligten Unruhe und Stress bedueten, die Probleme nicht lösen und den Familienvater in ein gefühltes Aus katapultieren. Auch viele partnerschaftliche Konflikte haben hier ihren Ursprung. Der Blick auf die Sorgen, Konflikte und Ängste rund um die Familie und Partnerschaft kann zunächst schwer zu ertragen sein, aber nur so öffnet man auch den Zugang zu dem tiefen Gefühl der Liebe. So kann Raum entstehen für gemeinsames Wachsen und Zusammengehörigkeit, statt eines Machtkampfes, der oft nur ein trügerisches Sicherheitsbedürfnis befriedigen möchte.

Es bedeutet sicherlich nicht, ein Weichei zu sein, wenn Sie sich als Mann den eigenen Emotionen stellen - wenn das so einfach wäre, täte es ja jeder. Ganz im Gegenteil, es ist Arbeit und erfordert Mut, Durchhaltevermögen und Stärke. Doch es lohnt sich, denn es bringt im Ergebnis eine ganze Menge mehr Lebensqualität, auch ganz persönlich für Sie als Mann.

Passt mein Leben zu mir?

Manchmal fühlt man sich, als hätte man irgendwie die falsche Haut an oder einen Mantel, der mal sehr schön war, aber nicht mehr passt: Wenn die Dinge nicht so rund laufen, wir frustriert sind, weil unsere Pläne nicht aufgehen oder man sich mit einer unangenehmen Beziehung auseinander setzen muss, der Zyklus einen ärgert oder es gerade einafch alles zu viel ist...

Oft geht das wieder vorüber, aber wenn das Gefühl bleibt, immer wiederkehrt oder sogar stärker wird, dann sollte es einmal näher angeschaut werden. Dahinter kann das Bedürfnis nach Veränderung stecken, das aus irgendeinem Grund nicht zutage treten kann oder darf. Es können ganz kleine oder große Veränderungen sein, das ist persönlich ganz unterschiedlich. In jedem Fall sind solche unterdrückten Sehnsüchte und Wünsche beachtenswert - auch wenn Sie sie später verwerfen oder ändern. Aber sie nicht ernst zu nehmen, kann unzufrieden oder auch krank machen und unterschwellig Stress produzieren, der sich ganz woanders äußert.

Ich möchte Sie gerne dabei unterstützen, hinzuschauen und zu hören, was der Wunsch Ihnen mitteilen will. So können Sie eine gute Entscheidung treffen, ob Sie dem nachgeben möchten oder sollten -  oder auch nicht. Wenn Sie einen Blick darauf geworfen haben, was der Wunsch wirklich ist, was ihn vielleicht hindert, wovor Sie selbst zurückschrecken, werden Sie klarer sehen und bewusst einen Weg einschlagen, der Ihnen entspricht und frei von Ängsten, Zweifeln und Erwartungen sein wird.

Berufswahl und berufliche Veränderung

Einen Beruf zu finden, der ein Leben lang mit Freude - natürlich mit Höhen und Tiefen -  ausgeübt wird, der einem einen individuell passenden Lebensstil ermöglicht und dazu genug Zeit für Privatleben lässt, ist ein großes Vorhaben. Zum Glück ändern sich Berufsfeld, Technologien und Branchen ebenso wie wir es im Laufe unseres Lebens tun, sodass nicht selten gute, neue, spannende Möglichkeiten zur Verfügung stehen, bei denen wir uns weiterentwicklen und mit neuem Engagement einbringen können.

Manchmal verändert man sich jedoch nicht in dieselbe Richtung wie die Gegebenheiten im Beruf, sodass die Voraussetzungen nicht mehr so passen. Vielleicht lagen der Berufswahl ehemals Werte zugrunde, die nun nicht mehr vordergründig wichtig erscheinen. Vielleicht hat sich das Umfeld oder die Tätigkeit doch als anders herausgestellt, als man es erwartet hatte. Vielleicht hat sich die Mentalität im Kollegium zu stark gewandelt. Eine Zeit lang konnten Sie die Differenzen womöglich aushalten, aber wenn der Punkt gekommen ist, an dem Sie dies einfach nicht mehr hinnehmen, ertragen oder täglich damit konfrontiert sein wollen, dann kann ich Sie mit meiner Erfahrung in Ihrem eigenen Prozess der Neuorientierung unterstützend zur Seite stehen. Ich selbst habe meinen gut bezahlten und sicheren Job aufgegeben, weil er für meine ganz persönliche Auffassung nicht mehr mit meinen Werten, meiner Gesundheit und meiner Familie vereinbar war und ich gesürt habe, dass ich dort entweder unglücklich oder krank werde. Aber es ist manchmal ein Prozess, sich zuzugestehen, dass man das Recht hat, einen Beruf auszuüben, unter dem man nicht leidet.

Es steht Ihnen ein spannender Weg bevor, auf dem Sie sich intensiv mit sich, Ihren Werten, Ihrer Biografie, Ihren Wünschen, Ängsten und inneren Stimmen auseinandersetzen, aber am Ende können Sie guten Gewissens eine passende Entscheidung für sich treffen. Sie kennen sich besser als vorher und wissen, was Sie brauchen und können so bestmöglich für sich sorgen.

Natürlich hat man manchmal auch "Kosten" zu tragen, vielleicht finanzielle Einbußen, vielleicht Personen aus dem nahen Umfeld, die das nicht verstehen. Oft ist aber die Angst davor, hier genau hinzuschauen, viel größer als das, was einem wirklich begegnen kann. Und für mich hat der Schritt der Veränderung trotz Kosten einen so hohen Zugewinn an Lebensqualität und Zufriedenheit gebracht, dass ich es nicht einen Tag bereut habe. Auch für Sie wünsche ich mir diesen mutigen Schritt in eine neue Richtung, wenn das Ihr Bedürfnis ist. Die Voraussetzungen stecken alle schon in Ihnen, wenn Sie mögen, begleite ich Sie dabei, sie zu entdecken.

 

Ich möchte zudem mit demselben Ansatz der persönlichen Wünsche und Fähigkeiten Jugendliche auf dem Weg ihrer Berufswahl begeleiten. Ich möchte Mut machen, nicht nur die Aspekte finanzielle Möglichkeiten und Aufstiegschancen zu betrachten, sondern auch vor allem die Leidenschaften, das Engagement und das tiefe ehrliche Interesse. Die berufliche Laufbahn ist kaum vorhersagbar, es bieten sich immer Chamcen, die man nie erwartet hätte, wenn man nur die Augen offen hält und nicht nur auf die eigenen Füße auf der Karriereleiter schaut. Langfristig ist eine der besten Gesundheitsvorsorgen die Zufriedenheit in einem Beruf, mit dem ich mich identifizieren kann, bestenfalls richtig darin aufgehe. Was nützt mir das ganze Geld, wenn mich der Job so aussaugt, dass ich es gar nicht genießen kann? Und schlussendlich wandelt sich die Arbeitswelt ständig und man kann sich jederzeit neu orientieren, kleine und große Veränderungen anschieben, sich neu erfinden und weiterbilden. Der beste Zeitpunkt dafür ist der, an dem ich selbst dazu bereit bin.

Intuition und die Signale unseres Körpers

Die Wahrnehmung und das Vertrauen in die ureigenen Bedürfnisse unseres Körpers und Geistes treten immer mehr in den Hintergrund, und das obwohl nie zuvor so viel über Individualität und die eigene Persönlichkeit(sentwicklung) gesprochen wurde. Alles ist möglich - aber nicht alles ist gerne gesehen, meist braucht es einen schicken, englischen oder komplizierten Namen, um auch anerkannt zu sein. Aber so wenig die Frage nach der individuellen Passung bei den verschiedenen Konzepten gestellt wird, so sehr wächst der Zwang nach Festlegung und damit auch Rechtfertigung. Das betrifft nicht nur die Ernährung oder das persönlich empfundene Geschlecht, auch die Kindererziehung, die Ausübung von Hobbies und etliche weitere Aspekte, die tief in jeden Winkel unseres Lebens reichen. Überall dort stehen wir unter Druck, etwa auf eine bestimmte Weise zu tun: Das Kind windel-, milch- oder zuckerfrei ernähren, vegetarisch leben, aufs Auto verzichten und all die Dinge, die grundlegend auch erstrebenswert, wichtig zum Erhalt unseres Planeten oder der Gesundheit unserer Mitmenschen sind. Auch ich tue davon einiges mit Überzeugung, aber mit meiner eigenen Überzeugung. Und das ist der Unterschied, zu dessen Beachtung ich Sie anregen möchte: Ihr Lebensstil brauch keinen Namen oder Titel, es gibt tausende Wege, etwas für sich, die Umwelt oder andere zu tun, aber es sollte zu Ihnen passen. 

Natürlich ist es angebracht, sich ernsthaft Gedanken zu machen, aber Sie und Ihr Geist und Körper wissen eigentlich alles, was man dafür braucht, und stellen Ihnen diese Informationen als Intuition zur Verfügung. Ihr Körper weiß, was Sie ihm zumuten können, wie viel Kraft er hat und wann er Erholung braucht, Sie müssen nur die Signale lesen können, sie beachten und für eine Entscheidung im Sinne Ihrer körperlichen und mentalen Gesundheit nutzen.

Dann sind Sie auch widerstandsfähiger gegenüber Verlockungen und können guten Gewissens einen Lebensstil wählen, der Ihre Kräfte und Bedürfnisse berücksichtigt und vor allem in ihren Alltag passt. Zu ambitionierte Pläne lassen sich genauso wenig wie die anderer Menschen auf Dauer durchhalten. Alles sollte im Rahmen Ihrer täglichen Abläufen und Anforderungen gut funtkionieren, ohne selbst zum Stressafktor zu werden.

Und genau dies ignorieren die gängigen Ernährungs- und Lebenstrends: Die Frage danach, ob es für Sie persönlich passt. Bei der Beantwortung dieser Frage und der Suche nach alternativen Möglichkeiten bin ich gerne unterstützend an Ihrer Seite.

Struktur und Ordnung

Ordnung ist das halbe Leben - eben nur das halbe, und was als ordentlich empfunden wird, ist wiederum eine sehr persönliche Sache. Es kann sehr befreiend sein auszumisten, aber es kann auch schwerfallen, sich von Dingen zu trennen. Eine Struktur im Alltag gibt Sicherheit, aber kann auch als Bremse für Spontaneität empfunden werden. Wo jeweils die Grenze verläuft, das ist der erste Aspekt, den es zu untersuchen gilt. Denn auch Struktur und Ordnung müssen in den Alltag passen, sonst folgen Frustration und Versagensgefühle, weil der perfekte, aber leider unpassende Plan nicht umgesetzt werden kann. Ich kann Ihnen Impulse geben und Sie dazu ermuntern, zunächst Ihr eigenes Empfinden von Struktur und Ordnung herauszuschälen: Was ist mir wichtig? Welche Anforderungen gibt es? Was möchte ich nicht? Was scheitert immer wieder?

Wir schauen uns gemeinsam an, was passt und was nicht, so finden Sie heraus, warum das so ist. Und dann können Sie, gerne mit meiner Begleitung, ihr eigenes System entwickeln, das vielleicht nicht dem entspricht, was empfohlen oder erwartet wird, aber gut funktioniert und Ihnen den Druck nimmt. Gerne komme ich dafür auch zu Ihnen nach Hause, wenn Sie das möchten.

Frustration und Problemen in der Schulzeit begegnen

Meines Empfindens nach ist die größte Problematik bei Schulproblemen, dass sie in der Regel nur mit Schul-Möglichkeiten angegangen werden (können), obwohl die Ursachen oft ganz woanders liegen. Natürlich kann Schule das nicht leisten und soll es auch gar nicht, aber es ist eine Frage der Beratung, ob die jeweils Beteiligten ihren Blick von den Schulprobleme ausgehend ausweiten können oder in der verengten, einseitigen Perspektive bleiben.  Zudem sind schulische Mittel meist repressiv, das heißt es geht um Noten, drohendes Leistungsversagen, Mahnungen, unangemessenes Verhalten usw., das bestraft wird. Gar nicht selten aber ist genau dieser Druck selbst Auslöser oder Verstärker für die Problematik. Ein Kind, das mit sich, der familiären Situation, Krankheit, einer Hochsensibilität oder der eigenen Entwicklung zu tun hat, hat manchmal keine Kapazitäten mehr, sich auch noch um die Schule zu kümmern. Dann müssen erst die zugrunde liegenden Voraussetzungen betrachtet werden, die nicht immer ein Anlass sein müssen, zum Therapeuten zu gehen.* Oft bedarf es gar nicht viel mehr als Raum dafür zu geben, was das Kind bewegt, und Mut zu machen, für sich einzustehen. In der Phase des Heranwachsens zu jungen Erwachsenen sind Kinder so vielen Einflüssen unterworfen, Elterhaus, Schule, Freunde, Social Media und vielem mehr, das kann phasenweise zur Belastung werden, alles zu sortieren und den eigenen Platz zu finden.

Da ich während meiner Arbeit als Lehrerin diese Lücke oft als sehr massiv in ihren Auswirkungen auf das schulische und teils auch spätere Leben der Schülerinnen und Schüler empfunden, mich aber auch selbst in meiner Position als machtlos gefühlt habe, möchte ich nun in meiner neuen Tätigkeit eben diese Lücke füllen. Ich unterstütze Kinder in jedem Alter, mehr Selbstvertrauen und Mut zu entwickeln, zu lernen die eigenen Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen und vor allem auch angemessen zu äußern, sich zu akzeptieren und einen eigenen Weg zu finden. Es ist mir ein Anliegen, zu verhindern, dass eine schwierige Phase durch eine ungünstige oder unzureichende Herangehensweise zu einem handfesten Problem wird, dass sich auf weitere Teile des Lebens ausweitet. Schaut man frühzeitig an der richtigen Stelle, können viel Leid und Tränen vermieden werden, und das Kind lernt früh, achtsam mit sich und anderen umzugehen.

 

* Coaching ist keine Psychotherapie und ich bin keine zugelassene Psychotherapeutin, sodass ich keine schweren emotionalen Probleme wie Traumata, Depressionen, Angststörungen u. ä. bearbeiten darf. Es handelt sich um eine beratende psychologische Tätigkeit außerhalb der Heilkunde. Diese ist somit nach dem Psychotherapeutengesetz nicht genehmigungs- oder überwachungspflichtig, denn „Tätigkeiten, die nur die Aufarbeitung oder Überwindung sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke außerhalb der Heilkunde zum Gegenstand haben, gehören nicht zur Ausübung der Psychotherapie“ (PsychThG §1 Abs. 3). Bei Berührung dieses Bereiches helfe ich Ihnen gerne, einen passenden Therapeuten zu finden und begleite Sie daneben natürlich weiter im Sinne Ihrer mit mir vereinbarten Zielsetzung.